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TENERIFFA, EIN VULKAN VOLLER ÜBERRASCHUNGEN

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Die für ihren Strandtourismus bekannte Insel hat auch in Sachen Natur und Kultur einiges zu bieten. Der Teide im Zentrum der Insel lädt zu schönen Wanderungen ein. Im Nordosten birgt das Massiv San Cristóbal de La Laguna überraschende natürliche und kulturelle Schätze. Viele Gründe, um die größte der Kanarischen Inseln (neu) zu entdecken.

Von den Küstenorten Los Cristianos und Playa de las Americas im Süden aus wandern Sie hoch bis ins Herz des fantastischen, einer Mondlandschaft gleichenden Teide-Massivs und erkunden die schöne Kolonialarchitektur in La Laguna und die vergessenen Dörfer an der Atlantikküste.

Sonne im Winter. Das ist das ungebrochene Versprechen der Kanaren und insbesondere von Teneriffa, nur vier Flugstunden von Europa entfernt. Ein wegen seines sonnigen Klimas, aber auch wegen der fairen Preise attraktives Reiseziel, das jährlich von Dezember bis April Europäer auf der Flucht vor Nässe und Kälte anlockt. Sicher ist, dass die Insel seit langem auf diesen Pluspunkt setzt. Immer mehr Hotels und Badeorte entstanden im Laufe der Jahre. Die Region Puerto de la Cruz an der Nordküste ist eine der Vorreiterinnen des lokalen Tourismus. Am Fuße der Berghänge des Orotavatals gelegen, wo die kanarische Banane angebaut wird, hat sie sich mit ihren Old-Fashion-Hotels, ihrer Altstadt und ihrer Strandpromenade etwas altmodischen Charme bewahrt. Weinliebhaber wandern bis in den Nachbarort Icod de los Vinos, wo die Malvasia-Rebe mit ihrem fruchtigen und blumigen Aroma angebaut wird.

Ein großes Animationsangebot im Süden

Die Mehrheit der Touristen konzentriert sich heutzutage im Süden. Die Badeorte Los Cristianos, Playa de las Americas und Los Gigantes mit ihrer guten Anbindung an den Flughafen Teneriffa Süd quellen über vor Hotelkomplexen und Apartmenthäusern mit einer, nennen wir es: kontrastreichen Architektur. Vorteile: Die riesigen Strände direkt vor der Tür, die Aktivitäten am Wasser und die Geschäfte bieten ein unendliches Animationsangebot. Um sich zu erholen, wenn in Europa Nulltemperaturen herrschen, hält das Verhältnis Qualität-Preis-Flugzeit jeder Konkurrenz stand.

Und dennoch. Es wäre schade, so weit zu fliegen, ohne sich für die Ursprünglichkeit der Insel zu interessieren. Glücklicherweise ist das größte Naturgebiet Teneriffas, das Teide-Massiv,
vom Süden aus leicht zu erreichen. Vom Bus aus, der sich die Serpentinen des Berges hochquält, sieht man erst nur den Nebel (niebla), der über dem Kiefernwald liegt. An der Pforte der Caldera zerreißt der Nebel plötzlich. Vor einem azurblauen Himmel zeichnet sich die Spitze des Pico del Teide ab, ein seit dem letzten Ausbruch 1798 inaktiver Vulkan und der höchste Berg Spaniens (3.718 m), der über einer Mondlandschaft aus Lava thront. Fantastisch.

Schotter, Schluchten und Lavafelder

Zur Erkundung dieser Landschaften gibt es mehrere Optionen. Am einfachsten ist der Aufstieg mit der Seilbahn. In 3.555 m Höhe angekommen kann man einen der Wege einschlagen, die zu den Aussichtspunkten mit schwindelerregenden Pano-ramen auf Teneriffa und die Inseln Gomera, El Hierro und La Palma führen. Als etwas sportlicher erweist sich eine der vielen Wanderungen im Vulkankessel selbst. Der Wanderweg GR 131, ein ehemaliger prähispanischer Weg, schlängelt sich an einer Felskante hoch und führt dann durch ein faszinierendes Dekor aus Schotter, Schluchten und Lavafeldern bis ins Dorf Villaflor. Da die Wanderung ca. 6 Stunden dauert, sollten Sie für den Rückweg ein Taxi einplanen. 

Die Nordküste und die „vergessenen” weißen Dörfer

Im äußersten Nordosten Teneriffas, der so grün ist wie der Südosten trocken ist, bietet das Anaga-Massiv eine völlig andere Landschaft. In diesen Gegenden, wohin es nur wenige Touristen verschlägt, lässt der vom Atlantik kommende Regen die üppige Vegetation der steil abfallenden Küste sprießen, an der sich die „vergessenen” weißen Dörfer wie Taborno, Las Carboneras oder Valle Brosque aneinanderreihen. Das Gebiet mit seinen knapp 8.000 Einwohnern ist ein Naturpark, der seit 2015 als Weltbiosphärenreservat klassifiziert ist. Erst in den 1950er Jahren wurde es über Straßen an den Rest der Insel angeschlossen und ist noch heute schwer zugänglich. Dieses unberührte, mit Lorbeerwäldern und säulenförmigen Kakteen, den Cardones, bewachsene Gebiet lässt sich mit dem Mietwagen und auch zu Fuß erkunden.

Felsen wie im irischen Donegal 

Wir befinden uns auf der Strecke zwischen den Orten Afur und Taganana. Vier Stunden wandern wir durch trockene Täler, an schroffen Felsen entlang, kommen an einen tosenden Küstenfluss und erreichen schließlich den Atlantik, mit grünen und schwarzen Küstenfelsen, wie im irischen Donegal. Der Weg schlängelt sich weiter an der Felswand über dem Meer entlang. Bis in der Ferne die weißen Flachdachhäuser von Taganana ins Blickfeld rücken, die im Schatten der wie Zuckerhüte anmutenden Felsspitzen liegen. Ein kurzer Aufenthalt in diesem ländlichen Dorf, das rund um seine Kirche mit dem kleinen Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert errichtet wurde, ist ein Muss. 

Krönender Abschluss ist ein Besuch der Stadt Teneriffas mit dem reichsten Erbe: La Laguna. Diese 1496 gegründete, hochgelegene Stadt, in der ein erstaunlich frischer Wind weht, besitzt zahlreiche traditionelle Häuser und historische Paläste aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Die aneinandergereiht an den schnurgeraden Straßen stehenden Bauten zeugen vom Reichtum dieser früheren Inselhauptstadt, die heute Universitätsstadt und kulturelles Zentrum Teneriffas ist. La Laguna, Teil des UNESCO-Weltkul-turerbes, vereint unzählige gute Gründe, auf dieser Kanarischen Insel den Strandurlaub mit entdeckungsreichen Ausflügen zu bereichern.

Empfehlungen

Hotel 

In Puerto de Santiago, im Süden der Insel, ist das Be Live Family Costa ein All-Inclusive-Clubhotel für Familien. 517 Zimmer und Suiten, zwei Restaurants, fünf Bars, zwei Meerwasserpools, ein 1.800 m² großes Spa, Tennisplätze, Hochseilgarten, Kinderclub … booking.luxairtours.lu

Restaurant 

In der Caldera des Vulkans bietet das Parador de las Canadas del Teide mit einer Höhenlage von über 2.000 m eine authentische kanarische Küche und eine schöne Sicht auf den Teide und das Guajara-Massiv. parador.es

Mit Kindern 

Loro Parque, großer Zoo und Freizeitpark bei Puerto de la Cruz. loroparque.com

Weitere Informationen 

salutilescanaries.com/tenerife

Autor : Philippe Bourget

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