EWIGES INNSBRUCK

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Die Hauptstadt von Tirol wurde nach der Brücke über den Inn benannt. Wer Geschichte, Schlösser und Prachtbauten mag, ist hier genauso richtig wie alle, die die Alpen lieben und sich sportlich betätigen wollen.

Von der Kaiserzeit bis zur sportlichen Gegenwart: Die Stadt Innsbruck hat erstaunliche Kontraste zu bieten. Mit Bauwerken aus Barock, Rokoko und Gotik konnte sie ihren bürgerlichen und aristokratischen Charme bewahren. Aber die Landeshauptstadt Tirols ist nicht nur eine Ansammlung geschichtlicher Stätten. Die Stadt mitten in den österreichischen Alpen hat zweimal die Olympischen Winterspiele ausgerichtet (1964 und 1976) und ist stolz auf ihr sportliches Flair, das Bergsteiger, Skifahrer, Kletterer, Radfahrer und Wanderer anzieht. Im Winter werden wunderschöne Weihnachtsmärkte organisiert. 

1. EINMALIG & SYMBOLISCH 

2657. So viele vergoldete Kupferschindeln liegen auf dem Dach des berühmten Balkonerkers in der Altstadt. 1500. In diesem Jahr wurde das von Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegebene „Goldene Dachl“ vollendet. Die Loge, das fotogenste Element der Stadt, ermöglichte dem Herrscher einen Blick von oben auf seine Untertanen. Sie ist mit Symbolen verziert, die bis heute nicht alle entziffert werden konnten. Das Gebäude selbst, ein ehemaliger Herzogspalast, ist älter (etwa 1420–1460). Es enthält heute ein Museum mit Objekten aus dem Besitz des Kaisers, darunter seine Totenmaske.

2. ERINNERUNGEN AN DIE KAISERZEIT 

Die Hofburg. Das Symbol der Habsburger Dynastie schlechthin, die 600 Jahre lang über Österreich herrschte. Ein Kaiserpalast mit mehr als 2 600 Räumen in achtzehn Flügeln. Ein Museum, in dem man vor allem die Wohnräume von Kaiser Franz Joseph und seiner Frau Elisabeth – besser bekannt unter dem Namen Sissi – besichtigt. In 21 Sälen sind außerdem die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reichs ausgestellt. Zwischen 1220 – dem Jahr des Baus – und dem Anfang des 20. Jahrhunderts hat jeder Herrscher seine Spuren hinterlassen, sodass alle Architekturstile (Gotik, Barock, Renaissance …) vertreten sind. hofburg-innsbruck.at


© Christian Vorhofer

3. DIE TIROLER KULTUR KENNENLERNEN

Das 1823 gegründete Ferdinandeum ist das Kunstmuseum. Hier werden Sammlungen aus der Zeit von der Vorgeschichte bis heute ausgestellt: Steinzeit, Eisenzeit, Bronzezeit, Römische Kaiserzeit und Hochmittelalter. Gezeigt werden außerdem Objekte aus Gotik, Barock und Renaissance sowie flämische Gemälde. Ein Teil ist der zeitgenössischen Kunst gewidmet.

Im Tiroler Volkskunstmuseum (bei der Hofkirche) sind traditionelle Kostüme und lokale Handwerksgegenstände (Truhen, Weihnachtskrippen …) ausgestellt, die den Alltag der Tiroler im Lauf der Jahrhunderte widerspiegeln.  tiroler-landesmuseen.at

Typische Attraktion mit Glockenmuseum. Die seit 400 Jahren bestehende Gießerei Grassmayr ist auf der ganzen Welt für ihre Kirchenglocken bekannt.  grassmayr.at


© Christian Vorhofer

4. EIN BUMMEL DURCH DIE MARIA THERESIEN- STRAßE

Die Fußgängerzone von Innsbruck kann man nicht verpassen. Diese Geschäftsstraße macht ihrem Namen alle Ehre. Die Geschäfte sind prachtvoll, die Terrassen belebt, und die Restaurants überbieten sich gegenseitig, um Kunden anzuziehen. Ein Bummel hier ist Pflicht, und zwar mit dem Blick nach oben, um die Barockfassaden zu bewundern. Die 13 Meter hohe Annasäule wurde 1706 erbaut, um der Heiligen für ihren Schutz während der Invasion von 1703 zu danken. innsbruck.info/fr

5. UNUMGÄNGLICHE PFORTE

Die von den römischen Triumphbögen inspirierte Triumphpforte steht am Südende der Maria-Theresien-Straße. Im Jahr 1765 beschloss Kaiserin Maria Theresia von Österreich ihren Bau zur Feier der Hochzeit ihres Sohns Erzherzog Leopold II. mit Maria Ludovica von Spanien. Doch während der Hochzeitsfeierlichkeiten starb ihr Mann Franz I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Die in Marmor gearbeiteten Reliefe geben daher beide Ereignisse wieder. Die Südseite zeigt die Hochzeit von Leopold II., die Nordseite das tragische Ableben seines Vaters. 

6. IN DIE HÖHE GEHEN 

Die aerodynamische Skisprungschanze auf dem Hügel Bergisel hat 2002 den Österreichischen Staatspreis für Architektur erhalten. Die schlanke Plattform ist das Werk der Irakerin Zaha Hadid. Sie ist den Spitzensportlern vorbehalten und daher natürlich nicht für Touristen zugänglich. Ein Aufzug ermöglicht allerdings den Zutritt zu einem Café-Restaurant mit 120 Plätzen und 360-Grad-Panoramablick auf den Berg Patscherkofel, die Nordkette, die Gipfel der Hohen Munde und die Serles. Wer keine Höhenangst hat, kann den Panoramablick auch vom Dach aus erleben.    bergisel.info

Ein tolles Erlebnis ist auch eine Seilbahnfahrt hoch zur Nordkette. Nur 30 Minuten später findet man sich in 2300 Meter Höhe wieder.    nordkette.com


© Mario Webhofer

7. SKIURLAUB, MIT ALLEM DRUM UND DRAN

Innsbruck, ein wahrer Tempel des europäischen Skisports, wird seinem Ruf als Sportstadt in der Tat gerecht. Es gibt tatsächlich nicht weniger als 13 Skigebiete, die all Ihre Wünsche erfüllen werden, vom einfachen entspannten Gleiten bis hin zu schwindelerregenden Abfahrten. Alle diese Pisten können auf Skiern befahren werden, aber auch mit dem Snowboard. Sie finden dort Gebiete wie die Freeride-Lounge-Nordkette, das Skigebiet Kühtai oder die Schlick 2000. Für Kinder gibt es auch Snowparks wie das Kinderland Rinn und den Kinderland Grünberg-Lift, in denen sie Spaß haben und kurze Abfahrten genießen können. Sie können auch den Stubaier Gletscher besichtigen, das größte Gletscherskigebiet Österreichs. stubaier-gletscher.com/en/


© Tommy Bause

8. VON KRISTALL TRÄUMEN

Das unterirdische Museum Swarovski Kristallwelten ist eine beliebte Attraktion im 20 Kilometer entfernten Wattens. Das Museum wurde  von Künstlern, Designern und Architekten als immersives Erlebnis gestaltet. Der rote Faden? Der Kopf des Riesen, der den Eingang bewacht und bei der Ankunft einen Wasserfall ausspuckt, schützt die zwölf Wunderkammern, zu denen die Besucher Zutritt haben. In diesen Räumen sind Wolken aus hängenden Kristallen, ein Wasserspiegel und natürlich überall glitzernde Kristalle zu sehen. kristallwelten.swarovski.com

9. SALZBURG BESUCHEN

Das weniger als 200 Kilometer von Innsbruck entfernte Salzburger Stadtzentrum umfasst historische Viertel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Salzburg ist untrennbar mit dem hier geborenen Genie Wolfgang Amadeus Mozart verbunden und hat sich mithilfe seiner Ausstrahlung über die Jahrhunderte den Ruf einer Stadt der Kunst und Geschichte erschaffen. Die 1920 gegründeten Salzburger Festspiele (Oper, Theater, klassische Musik) sind ein Muss für alle Musikfreunde.

Die Stadt kann leicht zu Fuss besucht werden. Die Orientierung ist leicht: Die Salzach trennt die Stadt in zwei. Am linken Ufer des Flusses liegt die Altstadt mit ihren mittelalterlichen und barocken Gebäuden, am rechten Ufer die Neustadt aus dem 19. Jahrhundert. Im Geburtshaus von Mozart befindet sich heute ein Museum, in dem auch die Instrumente seiner Kindheit ausgestellt sind.    salzburg.info   

Die Festung Hohensalzburg oberhalb der Stadt wurde 1077 erbaut. Sie kann das ganze Jahr über täglich besichtigt werden. Jeden Sonntag kurz vor Mittag findet ein Turmblasen vom Trompeterturm statt.   salzburg-burgen.at

Autor : Martine Carret

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